Genieß es oder vergiss es!
Ich liebe diesen Kerl, der mich morgens mit Kaffeeduft am Bett aufweckt, der mich dazu bringt, gefühlsduselig zu werden und der mich auch schon weinen gesehen hat. Ich liebe diesen Kerl, der mit mir Schach spielt und der meine High Heels trägt, wenn ich morgens um 4h barfuß aus der Disko heimtorkel. Ich liebe diesen Kerl, der auch mal beim Scrabble gegen mich verlieren kann und der mich auch ungeschminkt anlächelt. Ich liebe diesen Kerl, der weiß, dass ich nie ein Pokertunier gewinne und trotzdem mit mir antritt, der sich Sorgen um mein Auto macht, und der mir schwere Bücherkisten abnimmt. Ich liebe diesen Kerl, der mit mir Berge besteigt, über Gott und die Welt philosophiert und der gut mit Kindern kann. Ich liebe diesen Kerl, der manchmal quer in meinem winzigen Bett den ganzen Platz wegnimmt, der immer etwas sentimental wird, wenn er getrunken hat und der wahrscheinlich nur ein einziges Paar Schuhe besitzt. Ich liebe diesen Kerl, der fast so viele Kinofilme gesehen hat wie ich, der damit klar kommt, dass ich oft maßlos übertreibe und der meine Wohnung in jeder Lage kennt. Ich liebe diesen Kerl, der mich als seine bessere Hälfte vorstellt, der grundlos bei Männerabenden ein kleines schlechtes Gewissen hat und der so gut riecht. Ich liebe diesen Kerl, der behauptet, mein Kartoffelsalat sei nicht der beste, obwohl ich weiß, dass er Unrecht hat, der komische Serien mag und der ganze Schubladen voll Verehrerinnen hat, die allesamt mit ihm Kaffeetrinken gehen wollen. Ich liebe diesen Kerl, der seit Ewigkeiten nicht mehr beim Frisör war, der mit dem Schraubenzieher umgehen kann und der meine Freunde mag. Ich liebe diesen Kerl, der so viele lustige Schallplatten hat und sich zu jedem Film den Regisseur und Autor merkt. Ich liebe diesen Kerl, der immer weiß, wo welches Kabel eingesteckt werden muss, der wahrscheinlich keine einzige Pflanze besitzt und der meine Buchtipps wirklich annimmt. Ich liebe diesen Kerl, der mich vermisst, wenn ich 6358km weg bin und der kein Sushi mag. Ich liebe diesen Kerl, der mir das perfekte Frühstücksei serviert, der auch mal in voller Montur auf dem Sofa einpennt und der Wäsche waschen hasst. Ich liebe diesen Kerl, der so viel pünktlicher ist als ich und der einen legendären Paprikasalat macht. Ich liebe diesen Kerl, der mir von seiner Band erzählt, der in Anzug und Kravatte unglaublich gut aussieht, der Mais in ganz kleinen Dosen kauft und der noch immer nicht aus der Kirche ausgetreten ist. Ich liebe diesen Kerl, der mich zum Lachen bringt, der die Natur liebt und der nur Mietwagen fährt. Ich liebe diesen Kerl, der gern mein Essen isst, der immer warme Hände hat und der mich seinen Eltern vorstellt. Ich liebe diesen Kerl, der in meiner Wohnung immer Feuerzeuge sucht, der so oft auf meinem Sofa geschlafen hat, bevor er mich zum ersten Mal geküsst hat. Ich liebe diesen Kerl, der mir sein Werder-Lieblings-T-shirt ausleiht. Ich liebe diesen Kerl, der sich mit mir für eine andere Perspektive auf den Boden legt, der nicht über meinen Fahrstil meckert. Ich liebe diesen Kerl, der vieles aus seinem Kühlschrank wegwirft, nur weil das MHDatum näher rückt, der keine Bettlaken zusammenlegen mag und der schonmal Blumen in seinem Haar trägt. Ich liebe diesen Kerl, der mit mir ins Theater geht, der gerne mit mir frühstückt und der nach durchzechter Nacht keine Stimme mehr hat. Ich liebe diesen Kerl, der nie seine Kehrwoche macht, der bei meinen Eltern Kaffee trinkt. Ich liebe diesen Kerl, der Bier mag und Fußball, der mit mir im Singstarduett singt, der mehr Kerzen besitzt als ich und der sehr gern Laugenbrötchen isst. Ich liebe diesen Kerl, der vom Land ist, der auch schon mal ne Perrücke trägt, der im Tischfussball unschlagbar ist und der gerne Lyoner auf den Bergkäse legt. Ich liebe diesen Kerl, der feiern kann bis die Sonne aufgeht, von dem meine Freunde sagen, dass sie ihn mögen und der eines seiner Muttermale nach mir benannt hat. Ich liebe diesen Kerl, der mit mir zu den Sternen schaut, der meine Hand drückt und der mich fragt, wies bei mir im Büro war.
Ich liebe diesen Kerl, den ich jetzt schon vermisse, noch bevor er überhaupt weg ist.
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24 Kommentare für "Eine Liebeserklärung"
Oha, VOLL erwischt. Glückwunsch. Ich weiss wie sich sowas (von beiden Seiten - gebend und nehmend) anfühlt, wenn es erwidert wird: Einfach nur toll!
Hm, traue mich fast gar nicht was zu schreiben, aber das ist wirklich eine tolle Liebeserklärung.
Ich hoffe der kaffebringende Schuhträger weiss das zu würdigen!
PS:
Kommentarabo wäre toll
http://wordpress.org/extend/pl.....-comments/
Hach ja *seufz* …den würde ich höchswahrscheinlich auch lieben
*hachja* muß schön sein… “Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.” (H.Hese) Ich hoffe auch, dass er es zu schätzen weiß
Jetzt hab ich grad beinahme im Büro geheult. Ich glaub ich muß Feierabend machen…
@Bruder: Dich lieb ich auch. Nur eben nicht so nackt.
Söööööt!
Super gemacht !
haaaaaaach.. schön.
(und genau genommen darf’s drunter auch gar nicht sein)
Danke, echt nett von Dir - wäre aber doch nicht nötig gewesen!
>>Ich liebe diesen Kerl, der mit mir Schach spielt und der meine High Heels trägt, wenn ich morgens um 4h barfuß aus der Disko heimtorkel.
Du schreibst: “Ich liebe diesen Kerl, der mit mir Schach spielt und der meine High Heels trägt, wenn ich morgens um 4h barfuß aus der Disko heimtorkel.”
Nach einer anstrengenden Schachpartie und einer langen Nacht auf High Heels der Freundin die Disco zu verlassen: Ist das jetzt Liebe zur Partnerin oder zur Travestie?
Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann …
Gut, dass Du mich erinnerst, wie sich das anfühlt. Oder… doch nicht gut, daran erinnert zu werden?
*grübelt*
… was ne schöne liebeserklärung
so wortreich und von einer frau … wow.
ich drück mal die daumen. gute zeit euch!
ja ist wirklich schön zu lieben und geliebt zu werden,macht mich ganz traurig hab meinen traummann einfach gehen lassen…ich liebe dich toby
ob der Artikel wohl noch ein update verträgt?
Wenn man seiner Dualseele begegnet, geschieht das meist auf eine ungewöhnliche Art und Weise; als wäre man nach langer Zeit - mehreren Leben womöglich - wieder vereint worden. Sobald der erste Kontakt - wodurch auch immer - hergestellt ist, bemerkt man - obwohl einem diese Person fremd sein müsste - dass man diesem Menschen absolutes Vertrauen entgegenbringt und die Gedanken an ihn nun nicht mehr loslassen kann. Es besteht eine unglaubliche Anziehungskraft, die einen in den Wahnsinn zu treiben scheint. Das Erstaunen über viele identische Gemeinsamkeiten wächst zunehmend. Oftmals sind Telepathie und äußere Einflüsse in so großem Ausmaß mit im Spiel, dass der Verstand auf eine ziemlich harte Probe gestellt wird. Fragen über Fragen tauchen auf. Was geschieht hier? Wer bist du? Wo kommst du plötzlich her? Ich bin doch nicht verknallt, warum brauche ich dich mental dennoch so wie meine täglichen Mahlzeiten? Wieso überlege ich mir jedes Wort, was ich schreibe, nun hundertmal? Warum komme ich nicht gegen diesen Magnetismus an? Gibt es keinen Knopf zum ausschalten? Bin ich jetzt völlig wirr im Kopf? Weshalb scheint von der ein zur anderen Sekunde mein alltägliches Leben auf den Kopf gestellt zu sein? Was hält mich fest?
Bekommt man die Möglichkeit, seiner Dualseele zum ersten Mal persönlich in die Augen blicken zu können, bricht totales innerliches Chaos aus. Weitere Fragen kommen auf. Wieso fühle ich mich in diesem Moment so, als sei ich zu Hause angekommen? Weshalb kann ich mich in deinen Augen wiedererkennen? Warum spüre ich mich selbst, wenn ich dich berühre? Wieso kann ich mich nicht von deinen Augen lösen? Weshalb ist es mir nicht möglich, das außergewöhnliche Gefühl in Worte zu fassen? Warum werden Raum und Zeit plötzlich bedeutungslos? Mir wird bewusst: “Das muss der Spiegel meiner eigenen Seele sein.”
Persönliche Begegnungen sind in vielen Fällen nicht sehr häufig, wenn überhaupt, möglich, da sie durch Umstände (weite Entfernung oder anderweitige Lebenslagen) in besonderem Maße erschwert werden. Wenn diese Begegnungen allerdings stattfinden sollen / dürfen / müssen, muss man zuvor oftmals übermenschliche Anstrengungen dafür in Kauf nehmen.
Des Weiteren ist ein Gefühl vorhanden, dass es keine Verliebtheit sei, die bekanntlich mit Schmetterlingen im Bauch verbunden wäre. Man tut sich äußerst schwer, den richtigen Ausdruck für diese eigenartigen Gefühle zu finden. Es scheint viel mehr zu sein. Manche können ihre Dualseele richtig spüren, auch wenn sie tausend Lichtjahre von einem entfernt ist. Die Hände nehmen die Temperatur eines Gefrierschranks an, der Kopf glüht wie ein loderndes Feuer, innerlich glaubt man zu zerplatzen, bestimmte Körperzonen ziehen sich zusammen und das Atemgefühl nimmt eine gänzlich andere Form an. Es scheint fast unmöglich, dies richtig zu beschreiben. Wie Sender und Empfänger, die auf gleicher Wellenlänge eingestellt sind. In diesen tiefen mentalen Augenblicken kommt nur Sekunden später meist ein Zeichen, sei es ein Anruf, eine SMS, eine Mail oder ein Hinweis auf einem Plakat, wie auch immer. Betroffene werden das unglaubliche Gefühl kennen und sich bestimmt hier wiederfinden.
Mit der Zeit entdeckt man die spirituelle Seite an sich, lernt enorm durch diese Begegnung, lernt, bedingungslos zu lieben, ohne wenn und aber. Diese Liebe ist eine andere als die uns bekannte Liebe und ein einmaliges / göttliches Geschenk. Seelenliebe scheint dafür der richtige Ausdruck zu sein. Sie beruht nur auf dem Wunsch, seine verwandte Seele in einen Zustand des absoluten Glücks / der absoluten Zufriedenheit zu versetzen. Niemand würde in so einer Verbindung Besitz ergreifen oder dessen Leben zerstören wollen. Jeder bemüht sich, sein Leben so gut wie möglich und wie gewohnt weiterzuführen. Irgendwann folgt meist die Erkenntnis, dass diese Verbindungen vom Göttlichen geprägt sein müssen und der Glaube an Dinge, die man früher für unmöglich hielt, steigt stetig an.
So himmlisch eine Begegnung mit seiner Dualseele auch ist, so schmerzhaft kann sie aber auch sein, deswegen finden die Worte “Himmel und Hölle” sehr häufig Verwendung.
Nicht zuletzt scheinen Trennungsphasen Teil dieser Verbindungen zu sein. Manchmal ganz ohne Hintergrund, wie aus heiterem Himmel, oder ausgelöst durch unglückliche Gegebenheiten bzw. gewaltige Missverständnisse, die man in dieser Form nie kannte. Diese Situationen lassen das Gefühl aufkommen, in seinem Inneren würde etwas absterben. Beinahe glaubt man, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren, was nicht gerade sehr witzig ist, wenn man nebenher den Alltag meistern (z.B. seine Familie versorgen oder sich vernünftig auf einem Arbeitsplatz konzentrieren) muss. Sein ganzes Umfeld spürt natürlich ebenfalls die Veränderung, was, vor allem, wenn man in einer familiären Situation steckt, nicht immer ganz einfach ist. Man wird mit Fragen bombardiert, auf die man selbst keine Antwort findet und fühlt sich wie ein Mensch zwischen zwei Welten.
Die Verhaltensweise seiner Dualseele zu verstehen, ist nicht immer ganz einfach, genauso wenig wie seine eigene. Einerseits möchte man nur das Beste für den anderen - bedingungslos eben - andererseits gibt es aber auch Momente, in denen sich Dualseelen - meist unbewusst - sehr großen Schmerz zufügen. Es ist immer ein Auf und Ab der Gefühlswelt. In bestimmten Augenblicken bemerkt man schon zwei Sekunden nach geschriebenen Worten oder gesagten Sätzen, dass man den anderen nun total verletzt hat, auch wenn diese Worte gar keine Verwendung finden sollten. Wieder steht man vor den nächsten Fragen: “Wer hat das geschrieben? Was hat mich dazu gebracht? Das war doch wohl nicht ich? War das mein Unterbewusstsein? Was hab ich getan?” In diesen schmerzhaften Situationen der absoluten Verzweiflung versuchen manche “loszulassen”, aber schon recht schnell wird einem bewusst - es ist nicht möglich. Ein einziges Wort der Dualseele reicht aus, jegliche Gedanken wieder über den Haufen zu werfen. Wie dies genau bei den einzelnen Betroffenen abläuft, scheint von dem Wachstum der Seele abzuhängen, oft hinkt einer hinterher. Im Klartext sagt sich ein Teil dann - ob jetzt bewusst oder unbewusst -: “Mit so vielen, neuen, unbekannten Eindrücken / Gefühlen und einer solchen rasanten Entwicklung kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht umgehen, deswegen muss ich mich zurückziehen.” Hat diese Seele einen gewissen Stand erreicht, kommt meist der erneute Kontakt zustande. Dies würde zumindest die Trennungsphasen, die vom Zeitraum her unterschiedlich lang sein können - angefangen bei ein paar wenigen Tagen bis hin zu Monaten, Jahren oder sogar mehreren Leben, je nach Entwicklung -, erklären. Ein enormer Lernfaktor!
Hat man seine Dualseele erst einmal getroffen, wird man dermaßen empfänglich. Eine einzige SMS, Mail oder ein gesagter Satz kann unverzüglich das Gefühl auslösen, in himmlische Sphären oder aber in das tiefste Tal befördert zu werden. Auch für die äusseren Einflüsse (z.B. Situationen in einem Film, bestimmte Songs oder Worte im Radio) wird man empfänglicher. Die kleinsten Kleinigkeiten können einen so ergreifen, dass man seine Emotionen nicht mehr zurückhalten kann und sich über sich selbst wundern muss. Zusammengefasst kann man sagen, dass man durch seine Dualseele lernt, den Weg zu sich selbst zu finden und man einen ganz großen Gewinn erzielt, indem man Erfahrungen macht, die wohl in Gottes Händen liegen.
Zahlreiche Menschen wünschen sich möglicherweise nichts sehnlicher, als auf seine Dualseele treffen zu wollen, was sicher auch ein ganz besonderes, einmaliges Erlebnis wäre. Dabei sollte man aber niemals außer Acht lassen, dass in dem Fall restlos ALLES bis aufs Äußerste strapaziert würde.
@schischi: ich denke da ein bisschen anders. Diese Höllenritte der Emotionen machen mir Angst.
@ Schaezle: Das ist ein Bericht aus einem Esoterik-Forum, in dem eine Nicht-Esoteriken mit diesen Theorien zitiert wurde.
Ich stimme zu, diese Höllenritte machen mir natürlich.. keine Angst… aber freilich ganz und gar keine Freude. Und doch ist es so, zumindest derzeit bei mir.
Weswegen ich bestätigen kann, ich habe diese “Dualseele” gefunden.
Grundsätzlich können die Höllenritte nur vorkommen, wenn sich einer der Seelenpartner erschrickt und zurück zieht. Also “können”, nicht müssen.
Zum Ausdruck bringen wollte ich lediglich, es findet sich, was sich finden soll. Ob es zusammenkommt/-bleibt, steht auf einem anderen Blatt.
Diese Befürchtung schließe ich bei Dir/Euch jedoch aus. Bei mir ist es leider der Fall.
@schischi *drück*
Keiner kann in die Zukunft sehen. Du weißt, was ich Dir wünsche.
*schnüff
Hey !!
jetzt haste mich sogar als absoluten Ramontikgegner eiskalt erwischt. *schnueff* - toll !!!
Euch beiden, alles Liebe und haltet an dem Fest, was es ausmacht- an Euch
LG.. die triefende Tasse !!
uodate: sagte ich nie ein Pokertunier gewinne?! Das kann man jetzt getrost streichen
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