Genieß es oder vergiss es!
Der doofe Dicke mit den schlechten Zähnen sang gerade in der Allianz-Arena.
Warum ist Paul Potts so ein Phänomen? Ist es nur, dass die ungebildete TV-Trash Welt jetzt Opern entdeckt? Puccini für Arme. Ich habe eine Aufnahme von keiner schlafe im CD-Regal, die ist von den drei Tenören. Und die sind eher populär denn musikalisch gut. Trotzdem Welten besser als der Potts Typ. Ich denke, die Begeisterung resultiert einfach aus einer guten Inszenierung des Ganzen. Das ist wie damals, als Michaela Schaffrath angeblich …
diesen Amateurfotowettbewerb gewann. Wer ihre Biografie gelesen hat, weiß natürlich, dass das damals alles Humbug war und die Alte schon immer geil auf Porno.
Ach herrjeh, wie komm ich nun nur schon wieder unter die Gürtellinie? Ach ja, wegen dem Potts. Was macht also seinen Erfolg aus? Perfekt ausgeklügelte Platzierung eines heruntergekommenen Sängers. Erinnert mich irgendwie an diesen Fuzzi mit dem Gummihuhn. Der der immer pleite ist, ihr wisst, wen ich meine.
Paul hat jedenfalls schon eine Gesangsausbildung. Und auch schon als Opernsänger gearbeitet. Und auch schon Preise gewonnen.
“Er bildete seine Gesangstimme durch privat finanzierten Unterricht. Im Jahre 1999 nahm er an der britischen Talentshow My Kind of Music teil und gewann 8.000 £ . Mit Hilfe dieses Gewinns nahm er in Nord-Italien Unterricht an Opernschulen unter Vilma Vernocchi und Katia Ricciarelli und wurde in die Meisterklasse aufgenommen. Für seine Ausbildung bezahlte er rund 12.000 £ (ca. 18.000 €).” (Quelle: Wikipedia)
In seiner Bio steht das alles natürlich romantischer. Und die Talentshow wird hier plötzlich zur Quizshow. Aber ich war nicht dabei und so bleibt alles Spekulation. Genau wie das hier: wahrscheinlich hat er seine Kohle verjubelt, ein bisschen gekokst und durch zu viel harten Drogenkonsum sind dann seine Zähne verfault.
“Durch schwere Schicksalsschläge und finanzielle Probleme wurde es für ihn im Jahre 2003 unmöglich, seine Karriere als Sänger weiterzuführen.” (Quelle: Wikipedia)
Und dann war er irgendwann soweit heruntergekommen, dass ihm keine andere Wahl blieb: er musste Handys verkaufen.
“[…] als Verkäufer von Mobiltelefonen in der Einzelhandelskette The Carphone Warehouse, in deren Geschäft in Bridgend Potts im Jahr 2006 zum leitenden Angestellten aufstieg.” (Quelle: Wikipedia)
Oh mein Gott, da sieht man mal wieder, wie schlimms kommen kann, man stelle sich vor einer diesen beanzugten Aufdringlichkeiten auf zwei Beinen zu sein, die immer lustige Schlüsselbänder um den Hals tragen und allesamt nach Polyester riechen. Ich bin allergisch auf Polyester. Fast so schlimm wie meine Kunstleder- und Imitateallergie.
Der Paul, der kann dafür natürlich nix. Würd ich auch mitmachen, die stupide Sensationsgeilheit der breiten Masse. Aber dass die alle so doof sind, und nicht merken, wie sie mal wieder von den Medien vrsegglt werden?
Na ja, genug gemosert, das alles weiß ja eh schon jeder, selbst klein Wiki.
Grüße aus dem Sommerloch,
Euer schaezle
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12 Kommentare für "Der doofe Dicke mit den schlechten Zähnen? Medienlüge Paul Potts."
und deshalb tangiert mich die werbung samt des sängers maximal peripher! *gähn*
So ist das! It’s all about the Media.
Und nur “the makers of…” verdienen sich dumm und dümmer.
Er mal kurz, und wenn er durch ist, Mann über Bord.
Panem et Circenses. Funktioniert immer wieder, bei Doofen wie bei Dicken.
“Der Dicke muss weg! Der Dicke muss weg!”
Dufte dass ich mit meiner Meinung nicht alleine da stehe!:)
So eine ähnliche Theorie hatte ich schon von Anfang an, aber keiner wollte mir glauben, alles Mache der so genannten Industrie, aber keine hörte auf mich…
Es gibt also doch noch Skeptiker auf dieser Welt!
Mir gings just genauso! Ich hab IMMER gesagt: der Typ hat eine Gesangsausbildung hinter sich… warum soll er dann nicht sone (im Grunde wirklich poplige) Arie singen können? Keiner hats mir geglaubt.
Ich such jetzt nur noch nach Leuten die mir in die Fresse hauen, dann nehm ich auch nJahr Unterricht und mach Werbung… vielleicht für… Baumärkte?
Interessenten für “Haue” sollen sich bitte bei mir melden…
… und dann SING ich in die Ausruf-Anlage, damit Frau Penis endlich sich um Herrn Arsch kümmert… der geht mir langsam auf den Sack
Ist das der Typ aus der Klingeltonwerbung, nein es war sogar die Telekom, wenn es mich nicht täuscht. Da haben sich doch schonmal zwei gefunden, die sich gesucht haben. Glückwunsch dazu, aber dass man ihn nicht ewig ertragen muss haben ja schon alle Vorgänger gezeigt, also Ohren zu und durch!
[…] Nessun dorma wird nach den 3 Tenören erneut zur Sensation und erobert die Herzen von ahnungslosen, mit dem Trend gehenden Deutschen. Paul Potts, der Dicke mit der Zahnlücke, ist die Mediensensation, die es derzeit auf Platz 1 in den Klingelton Charts bei Jamba geschafft hat. […]
Ich hab’ Puccinis “Nessun dorma” schon weit intensiver und strahlender gehört als aus der schiefbezahnten Kehle von Herrn Potts. Die BBC hat seine Geschichte rührend gewendet, und beim Gros der Fernsehkonsumenten (die in aller Regel klassische Musik höchstens vom Hörensagen kennen) hat sie bombig eingeschlagen. Ich gönne es Herrn Potts durchaus. Und vielleicht bringt’s ja manchen immerhin wieder einen Schritt näher zu den vielen Großartigkeiten, die sich in der Musikgeschichte entdecken lassen. Wär’ ja so verkehrt auch nicht. Puccini statt den unterirdischen Oberkrainern oder Michael Wendler. Kein unfairer Deal, finde ich.
Ich weiß gar nicht, was Ihr habt? Ich kenne die Wikipedia-Story auch (die englische Variante), trotzdem finde ich die Geschichte um Mr. Potts klasse. Gesangsausbildung hin oder her, trotzdem ist er eine Entdeckung in mehrfacher Hinsicht, endlich gewinnt mal kein schleimiger Alexander oder dümmlicher Küblboch (hieß der so? Traurig, daß man wirklich nicht um solche Namen herumkommt). Die Show bzw. der Telekomspot natürlich inszeniert, aber inwieweit? Videomitschnitten bei Youtube nach zu urteilen war die Jury auf jeden Fall überrascht vom Auftritt, das Publikum hat recht spontan während des Auftritts gejubelt.
Sicher, die Vermarktung übertreibt die Geschichte, aber die Kernaussage trifft sie trotzdem. Wenn Ihr ein Bewerbungsgespräch habt, übertreibt Ihr doch auch meist, oder? Oder wenn ich in einer Abstimmung eine mir wichtige Meinungdurchsetzen möchte, übertreibe ich zu anfang mit meiner Position, damit ich Spielraum für Kompromisse habe.
“Mehrfache Hinsicht” sagte ich oben. Einerseits ja wie beschrieben sein Auftreten, erfrischen anders. Andererseits sorgt er dafür, daß mancher sich (wieder) für andere Musik öffnet. Dank Paul habe ich wieder häufiger Klassikradio an oder meine Klassik-CDs im Player. Ist doch schön…
Gruß Cognac
Hi People
How are you doing?
@cognac hey, wies mich freut, dass ich den Kommentar entdeckt hab
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